Smalltalk ist der Türöffner für private und berufliche Kontakte. Mit diesem Kniff schaffen Sie Vertrauen und bilden die Grundlage für persönliche oder berufliche Beziehungen. Oft tun wir uns schwer, unsere Hemmungen zu überwinden und mit vollkommen unbekannten Personen ein harmloses Geplänkel zu beginnen.

Dabei ist der Smalltalk um ein Vielfaches einfacher, als ein knallhartes Business-Gespräch.

Hierarchische Unterschiede sind quasi irrelevant, Smalltalk lässt sich ohne viel Vorwissen umsetzen und überall üben. Die Themen an sich sind meistens unbedeutend und völlig austauschbar. Das bedeutet: Jeder ist in der Lage, mit jedem Smalltalk zu halten. Man muss nur wissen, wie man es richtig anstellt.

Smalltalk-Themen sind schnell gefunden

Die besten Themen um Smalltalk zu halten sind: Das Wetter (auch wenn es sich banal anhört, dazu kann jeder etwas sagen), die Anreise (gerade bei Veranstaltungen oder bei Gästen die man begrüßt), große Sportereignisse (WM, EM, Olympische Spiele), der Beruf, Kunst und Literatur, das aktuelle Tagesgeschehen (Politik und Religion sind allerdings Tabuthemen).

Eine Frage, die sich gerade bei unseren Veranstaltungen immer anbietet ist: „Welches Thema (welcher Workshop) interessiert Sie hier am meisten?" oder "Was hat Sie an diesem Seminar am meisten gereizt?" oder „Wie hat Ihnen der Trainer/ die Trainerin gefallen?“. So kommen Sie einfach mit den anderen Teilnehmern/innen ins Gespräch und können mit einer eigenen Meinung das Gespräch direkt am Laufen halten.

Starten Sie immer mit einem Lächeln. Stellen Sie offene Fragen, also solche, die sich nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten lassen. Offene Fragen halten ein Gespräch ebenfalls in Gang.

Smalltalk stilvoll beenden

Während es zum Thema „Start von Smalltalk", zu Themen und richtiger Umsetzung tausende Informationen, Ratgeber und Tipps gibt, kann es auch problematisch sein, die Konversation vernünftig zu beenden. Ohne sein Gegenüber zu harsch abzuwürgen oder deutlich zu machen, dass es z.B. keine weiteren Gemeinsamkeiten gibt.

Vielleicht hat man aber auch wirklich keine Zeit mehr, findet dies als Rechtfertigung aber zu flach. Wenn Sie den gewonnenen Kontakt nicht weiter fortsetzen möchten (es kann sein, dass Ihr Gegenüber tatsächlich unwichtig geworden oder gar lästig ist), beenden Sie das Gespräch sachlich, aber bestimmt. Bleiben Sie dabei immer höflich, in dem Sie z.B. etwas sagen wie: „Danke für unser Gespräch, aber ich habe eben einen Bekannten entdeckt, mit dem ich mich unbedingt noch unterhalten möchte. Vielleicht sehen wir uns später noch einmal. Einen schönen Abend noch.“.

Sollten Sie noch weiteres Interesse am Kontakt mit Ihrem Gesprächspartner haben, machen Sie deutlich, dass Sie die Konversation wirklich ansprechend fanden. „Sehr gern möchte ich dieses Gespräch mit Ihnen fortsetzen. Ich hoffe, dass wir uns später noch weiter unterhalten können! Allerdings habe ich gerade eine Bekannte entdeckt, die ich gerne begrüßen möchte.“.

Wichtig ist, dass Sie dabei immer authentisch bleiben. Gekünsteltes Interesse fällt in den meisten Fällen (negativ) auf.

Übungen zum Thema Smalltalk

Unsere Trainerin Beate Oehl gibt im Seminar „Professionell agieren in der Welt der Techniker - Qualifizierte Assistenz in einem männlich dominierten Umfeld“ z.B. den Tipp, sich im Vorfeld eine Liste von Standardthemen anzulegen, die beim nächsten Gespräch eingesetzt werden können.

So bekommen Sie auch Übung und werden zum Smalltalk-Profi in Ihren Themen. Ebenfalls empfiehlt Beate Oehl für den Fall, dass die Unterhaltung ins Stocken gerät, allgemeine Themen ansprechen. Dazu sollten Sie sich vorher ein paar Gedanken machen. Als Übung notieren Sie sich verschiedene Dinge, aus denen Sie dann Themen ableiten, die Sie mit anderen besprechen können. Unter anderem:

  • Was motiviert Sie? Wie sind Sie dorthin gekommen, wo Sie im Moment stehen?
  • Was sind Ihre privaten Interessen und Hobbys?
  • Wie verbringen Sie Ihre Freizeit? Was würden Sie machen, wenn Sie mehr davon hätten?
  • Wer oder was beeindruckt Sie? Haben Sie Vorbilder?
  • Welchen Film können Sie empfehlen? Warum? Was war -besonders gut an ihm?
  • Welches Buch lesen Sie gerade? Welches ist Ihr Lieblingsbuch?

Diese Liste lässt sich beliebig ergänzen. Beate Oehl ist langjährige Lehrbeauftragte für Schlüsselqualifikationen an der Hochschule Fresenius, Fachbereich Wirtschaft und Medien. Als Beraterin und Trainerin leitet sie seit vielen Jahren die Agentur für Personalentwicklung, Beratung & Training in Idstein.

Smalltalk-Thema: Smalltalk

Wissen Sie eigentlich, woher das Wort Smalltalk kommt? Der Politiker Philip Dormer Stanhope (auch bekannt als der Earl of Chesterfield) suchte angeblich nach einem positiven Wort für "chit-chat", das auf Deutsch so viel bedeutet wie "Geschwätz".

Im Jahr 1751 wurde das Wort dann zum ersten Mal in der heutigen Bedeutung verwendet. Bekannt wurde der Begriff durch die veröffentlichten Briefe von Stanhope an seinen Sohn Philip. Darin erteilte er Ratschläge, wie man sich am besten bei Gesprächen in Gesellschaft verhält.

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