Wollen Sie Ihre Arbeitsweise anpassen, mit Ihrem Vorgesetzten eine Gehaltsverhandlung führen, oder einfach nur selbstbewusst auftreten? Zum Jahreswechsel ziehen viele Chefs mit Angestellten Bilanz und bestimmen neue Ziele. Doch oft richtet das Feedback-Gespräch Schaden an: Falsche Themen kommen zur Sprache, es hagelt Kritik.
 
Wir möchten Ihnen ein wenig helfen, sich bestmöglich vorzubereiten. Das Jahresgespräch ist kein Termin, vor dem Sie sich fürchten müssen. Nutzen Sie es als Chance, um Ihre Ziele zu erreichen!
 
Was ist der Zweck des Jahresgesprächs?
 
Das Jahresgespräch stellt einen offenen und vertraulichen Dialog zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem dar. In der Regel gliedert sich das Jahresgespräch in zwei Teile. Zunächst wird das vergangene Arbeitsjahr reflektiert.
Wurden vereinbarte Ziele erreicht? Wie verlief die Kommunikation zwischen Mitarbeiter und Vorgesetzten? Wo gab es Probleme?
Im zweiten Teil des Gesprächs werden neue Ziele und Vereinbarungen für das Folgejahr definiert. Dabei ist ein ehrliches, konstruktives und wertschätzendes Klima beider Seiten für den Verlauf des Gesprächs sehr förderlich.
 
Ist diese Grundlage geschaffen, können Sie gemeinsam Verbesserungsvorschläge und Lösungen im Bereich der Aufgaben und Abläufe entwickeln. Perspektiven der beruflichen Fortentwicklung offen zu kommunizieren, bringt Sie in die Position, Ihre Entwicklungspotenziale perfekt einzusetzen. All diese Dinge bieten Ihnen die Chance das Arbeitsklima nachhaltig zu verbessern.
 
Wie läuft das Jahresgespräch ab?
 
Für Jahresgespräche nehmen sich die Vorgesetzten meist viel Zeit. Planen Sie eine Gesprächsdauer von ein bis zwei Stunden ein. Es beinhaltet nicht nur die gemeinsame Erarbeitung der Arbeitsaufgaben im letzten Jahr, sondern beinhaltet ebenfalls das analysieren von gegenwärtigen Konflikten und Problemen. Nehmen Sie sich Zeit und bereiten Sie sich auf das Jahresgespräch vor. Im Vorfeld Ihre Leistungen zusammenzutragen erleichtert Ihnen das besonders wichtige, selbstbewusste Auftreten. Im Schritt der Vorbereitung sollten Sie ebenfalls reflektieren. Bin ich zufrieden mit meiner Arbeit? Was wünsche ich mir mehr? Was wünsche ich mir weniger?
 
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Führung und Zusammenarbeit. Nicht nur zwischen Ihnen und dem Vorgesetzten, sondern auch das Klima im Unternehmen sollte zur Sprache kommen. Dies ist eine großartige Möglichkeit, um nicht nur interne Konflikte anzusprechen, sondern ebenfalls Ihre persönlichen Verbesserungsvorschläge für interne Abläufe.
Bereiten Sie sich auch auf dieses Themengebiet vor, indem Sie sich beispielsweise die folgenden Fragen stellen: Wie empfinde ich die Zusammenarbeit? Wo und wie könnte der Informationsaustausch untereinander verbessert werden?
 
Des Weiteren sollte im Jahresgespräch Ihre persönliche Personalentwicklung adressiert werden. Wo sieht Sie Ihr Vorgesetzter in der Zukunft und wo sehen Sie sich in der Zukunft?
 
Differenzieren Sie im Vorfeld Ihre Stärken und Schwächen. Was machen Sie gerne und worin sehen Sie Ihre persönliche Affinität? Wenn Sie überzeugend und selbstsicher auftreten, können Sie sich neue Türen für das nächste Jahr öffnen.
 
Die Gehaltsverhandlung möchten wir gesondert ansprechen. Die Frage nach einer Gehaltserhöhung ist nichts Negatives. Es zeugt von Selbstbewusstsein und Initiative. Experten raten, dies ein Mal im Jahr zu tun und das Jahresgespräch bietet einen perfekten Rahmen dazu. Einen gewissen Überblick darüber zu haben, was Kolleginnen und Kollegen in vergleichbaren Jobs verdienen, ist hier von Vorteil und kann ganz einfach im Internet recherchiert werden. Außerdem kann es sich lohnen, beim Betriebsrat die Gender Pay Gap zu erfragen und als Argument in der Verhandlung zu nutzen.
 
Eine weitere Vorbereitungsmaßnahme ist es, sein Gegenüber zu analysieren. Passen Sie Ihre Argumente der Persönlichkeit des Vorgesetzten an.
Gleicht Ihr Chef einem Zahlenliebhaber, dann versuchen Sie, faktisch und mit konkreten Zahlen zu argumentieren. Sehen Sie ihn als verständnisvolle und einfühlsame Persönlichkeit, bringen Sie Beispiele aus Ihrem privaten Leben mit ein. Fragen Sie sich selbst: Wieso bin ich unverzichtbar? Was biete ich dem Unternehmen an Mehrwert?
Können Sie Zusatzqualifikationen und Fortbildungszertifikate vorweisen? Nutzen Sie diese als Grundlage für Ihre Gehaltsverhandlung.
Haben sie eine konkrete Gehaltsvorstellung? Mit einer konkreten Aussage zu Ihrem Wunschgehalt setzten Sie ein Zeichen und geben dem Arbeitgeber einen Rahmen vor.  In der Regel ist die Forderung einer Gehaltserhöhung von ungefähr 10% angemessen.
 
Der wichtigste Tipp, den wir Ihnen geben können ist jedoch: Seien Sie Sie selbst. Denn nur wer authentisch wirkt, kann seinen Aussagen Glaubhaftigkeit verleihen und vollkommen hinter seinen Forderungen stehen.
 
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

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