Kreativität auf Knopfdruck ist fast unmöglich. Und selbst mit viel Zeit und Muße wollen sich die neuen Ideen und Konzepte nicht einstellen. Ihr Kopf ist leer? Egal, wie sehr Sie sich auch Mühe geben – Sie haben keine gute Idee? Gute Ideen entstehen fast immer dann, wenn jemand sein Problem aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Wir sagen Ihnen, wie das gehen kann…

Was Kreativität bedeutet

In Alltag, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik geht es in der Regel um Problemlösungen, wenn von Kreativität die Rede ist. Der Begriff Kreativität geht auf das lateinische Wort creare zurück, was so viel bedeutet wie „etwas neu schöpfen, etwas erfinden, etwas erzeugen, herstellen“ (Quelle: Wikipedia).

Viele Menschen glauben von sich selbst, sie seien nicht kreativ. Wissenschaftlich ist aber bewiesen, dass alle Menschen die Veranlagung zu Kreativität haben. Allerdings geht dieses Naturell mit steigendem Alter immer mehr verloren. Aber die gute Nachricht ist: Kreativität kann man wieder lernen und auch üben, um besser zu werden. Von Person zu Person ist lediglich unterschiedlich, wie stark oder schwach die Ausprägung dieser Anlage ist und in welchen Bereichen es leichter ist, kreativer zu sein als in anderen.

Kreativität im Büro – Problemlösung mal anders

Kreativität erlaubt es, aus alten Denkmustern auszubrechen oder Dinge mal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Das kann insbesondere an der Schnittstelle zwischen Assistenz und Vorgesetztem hilfreich sein, um Konflikte oder Problemstellungen mal anders zu lösen als bisher. Der Trick hierbei ist, sich selbst aus dem (gewohnten) Denkprozess heraus zu nehmen, was wiederum den Druck aus einer Problematik nehmen kann. Je komplexer eine Fragestellung allerdings ist, umso aufwendiger muss das Verfahren sein, welches der eigentlichen Lösung voran geht. Gerade bei Themen, die in einer Gruppe gelöst werden sollen, braucht man neben einzelnen Techniken komplette Prozesse um eine gemeinsame Idee zu finden.

Kreativitätstechniken sind kein Patentrezept

Unsere Trainerin Edith Rohrmoser stellt fest: „Kreativitätstechniken stellen kein Patentrezept für kreative Ideen dar. Ihr einziger Anspruch ist der, gute Bedingungen für neues Denken zu schaffen und Denkblockaden abzubauen. Die zündende Idee und der kreative Gedanke lassen sich so nicht erzwingen, gründliches Nachdenken ist immer noch notwendig. Kreativitätstechniken können jedoch eine offene Atmosphäre schaffen, in der ausgefallene Ideen eher zum Vorschein kommen. Es gibt eine unglaubliche Fülle von Kreativitätstechniken, die im Wesentlichen auf einem wesentlichen Grundprinzip basieren: nichtlineares Denken.“

Kreativität für die Praxis

Im smi-Workshop „Kreativitätstechniken und Brain Tools für frische Einfälle“ behandelt Frau Rohrmoser einige Möglichkeiten, um kreatives Denken zu bestärken.

Drei möchten wir Ihnen hier ausführlicher vorstellen:
 

    1. Das Problem umkehren:

      Das Umkehren eines Problems bzw. der daraus resultierenden Fragestellung erzwingt einen Perspektivenwechsel, der wiederum hilfreich bei der Lösungsfindung sein kann. So kann die Fragestellung z. B. lauten: „Wie kann der Absatz in unserem Unternehmen gesteigert werden?“ Eine Umkehrung der Problemstellung könnte lauten: „Wie können wir den Absatz auf ein Minimum senken?“ Die Antworten auf diese Fragestellung zeigen oft Punkte auf, die zur Ideenfindung herangezogen werden können. Besonders in einer Gruppe eignet sich diese Kreativitätstechnik, um den Druck zu reduzieren.

  • Alphabetische Technik:

    Sie benötigen hierzu einen Stift und ein Blatt Papier, auf das Sie die Buchstaben des Alphabets von A bis Z notieren. Neben jeden Buchstaben notieren Sie ein Wort, das mit diesem Buchstaben beginnt. Das Wort sollte immer im Zusammenhang mit der Fragestellung stehen, auch wenn das nur im weiteren Sinne der Fall ist. Dadurch können neue Inputs gewonnen werden.

  • Die 635-Methode:

    Die 635-Methode ist eine beliebte Methode zur Findung neuer Ideen. Hierfür benötigen sechs Teilnehmer jeweils ein Blatt Papier. Auf dieses Blatt zeichnet jeder nun eine Tabelle mit drei Spalten und sechs Zeilen. Jeder Teilnehmer hat die Aufgabe, drei Ideen in die erste Zeile der Tabelle zu notieren. Selbstverständlich sollten sich die Ideen auf eine vorher formulierte Ausgangsfragestellung beziehen. Nach fünf Minuten wird das Blatt Papier an den nächsten Teilnehmer weitergereicht, der die drei Ideen in der nächsten Zeile erweitern und verbessern soll. Dies wird so lange gemacht, bis jeder der sechs Teilnehmer einmal jedes Blatt hatte und alle Tabellenfelder gefüllt sind. Durch diese Kreativitätstechnik erhalten Sie innerhalb kurzer Zeit viele interessante Ansätze für Ideen und Lösungen.

  (Quelle: Tagungsunterlagen Berliner Assistentinnen Kongress 2014, Edith Rohrmoser „Kreativitätstechniken und Brain Tools für frische Einfälle“)

Für Kreativität gibt es immer eine wichtige Prämisse: Sie müssen ein festes Ziel haben. Wenn Sie kein Ziel haben, dann wissen Sie auch nicht wie Ihre Fragestellung lautet. Machen Sie sich deutlich, was Sie (egal mit welcher Methode) erreichen wollen.

Denn: „Jeder Mensch ist von Gelegenheiten umgeben. Aber diese existieren erst, wenn er sie erkannt hat. Und er erkennt sie nur, wenn er nach ihnen sucht! – Edward de Bono“
 

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