oder: Wie Sie Ihre Bedürfnisse als Schlüssel zur Motivation nutzen können

Alle Menschen haben ähnliche Bedürfnisse. Auch wenn wir uns manchmal so individuell fühlen, suchen wir meistens – auf verschiedene Weisen - dasselbe: Sicherheit, Kontakt, Stimulanz und Anerkennung. Wir wollen Einfluss nehmen, uns weiter entwickeln und glücklich sein. Worin wir uns aber deutlich unterscheiden ist der Grad der Bewusstheit, mit dem wir mit unseren Bedürfnissen umgehen und in unseren Strategien zur Bedürfniserfüllung. Ein Mensch, der es schafft, sich seine Bedürfnisse intelligent zu erfüllen hat eine hohe Kompetenz in Selbstfürsorglichkeit. Ein Zusammenhang, den die meisten für sich nicht herstellen: Selbstmotivation entsteht durch Selbstfürsorglichkeit. Denn ein Mensch, der seine Bedürfnisse gut kennt und auf konstruktive Weise für deren Erfüllung sorgt, ist zufriedener und hat mehr Energie. Und ein Mensch mit höherer Zufriedenheit und Energie hat eine gute Ausgangslage, um die Herausforderungen des Lebens, mit Kraft und Motivation zu meistern. Also, falls Sie auch ab und zu Ihren Motivations-Zündschlüssel verlegen... nun wissen Sie, wo Sie ihn suchen können!

Kennen Sie Ihre Bedürfnisse?

Es geht im Kern darum, sich klarer zu werden über die eigene innere Bedürfnislage. Das klingt einfacher als es ist und braucht vier grundlegende Kompetenzen:

  1. Etwas brauchen dürfen!
  2. Das Bedürfnis wahrnehmen und Gefühle richtig deuten
  3. Das Bedürfnis akzeptieren
  4. Mir das Bedürfnis auf eine konstruktive und intelligente Art erfüllen

Der erste wichtige Schritt ist, erst einmal grundsätzlich anzuerkennen, dass Sie ein Mensch mit Bedürfnissen sind. Ja, auch Sie haben Bedürfnisse ;-) ! Die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen zu können ist dann der nächste wichtige Schritt auf dem Weg. Hunger können viele spüren oder auch Müdigkeit. Aber wie ist es mit Bedürfnissen wie: Grenzen, Ordnung, Lebendigkeit, Distanz, Kontinuität, Vertrauen, Unterstützung...? Wenn Sie zum Beispiel ein Helfer-Syndrom haben und denken, dass Geben edler ist als Nehmen und allen Menschen – außer sich selbst – Bedürfnisse erfüllen, dann macht Sie das auf Dauer höchstwahrscheinlich unzufrieden. Besonders, wenn Sie bemerken, dass die anderen mit Ihnen eher selten die Geberrolle tauschen.

Können Sie Ihre Bedürfnisse bejahen oder stehen Sie mit Ihnen  auf „Kriegsfuß“?

Wenn Sie unzufrieden sind, sich in sich nicht wohl fühlen, dann heißt das immer, dass ein oder mehrere Ihrer Bedürfnisse gerade nicht erfüllt sind. Bedürfnisse machen sich durch Gefühle bemerkbar. Es gibt Gefühle, die Ihnen anzeigen, dass Ihre Bedürfnisse erfüllt sind, und es gibt Gefühle, die Ihnen anzeigen, dass Ihre Bedürfnisse nicht erfüllt sind. Sie können davon ausgehen: Wann immer Sie mies drauf sind, grollig, unzufrieden, sich „unrund“ in sich fühlen, dass ein oder mehrere Ihrer Bedürfnisse nicht erfüllt sind. Wann immer Sie sich zufrieden, freudig, glücklich, stimmig und „rund“ in sich fühlen, können Sie davon ausgehen, dass Sie gut für sich und die Erfüllung Ihrer Bedürfnisse gesorgt haben. Nutzen Sie diesen inneren Gefühls-Sensor bewusst.

Ganz wichtig: Sich die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen ist kein Ego-Trip!

Als glücklicher Mensch sind Sie eine Freude für Ihre Mitmenschen. Tun Sie Ihrer Umwelt also einen Gefallen und kümmern Sie sich gut um die Erfüllung Ihrer Bedürfnisse – denn das macht alle Beteiligten glücklicher.
Wir alle kennen es wahrscheinlich, wie es ist, wenn wir mit unzufriedenen Menschen zu tun haben. Es ist wahrlich keine Wonne. Die Fähigkeit zu entwickeln, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und sie sich konstruktiv zu erfüllen ist also kein Luxusgut. Wenn sie diese Fähigkeit erwerben hat das zur Folge, dass Sie auch andere Menschen in ihren Bedürfnissen besser wahrnehmen können, einfühlsamer sind und aufgrund Ihrer eigenen Zufriedenheit viel eher unterstützend für andere da sein können. Das ist nicht möglich, wenn Sie selbst total unzufrieden sind. Intelligente Selbstfürsorglichkeit tut nicht nur Ihnen selber gut, sondern erleichtert sowohl berufliche wie private Beziehungen. Sie macht möglich, dass Sie nicht selbst mit leerem Energietank herumlaufen und von anderen Menschen im Gegenzug erwarten, dass sie das Energie-Loch stopfen sollen. Viele Menschen verwickeln sich aus mangelnder Selbstfürsorglichkeit in negative Teufelskreise von falschen Erwartungen - Enttäuschungen - Vorwürfen oder anderen chronischen Dramen und Opferspiralen.

Mir meine Bedürfnisse zu erfüllen ist aktiv gelebte Selbstfürsorglichkeit

Sich aktiv um die Erfüllung der eigenen Bedürfnisse zu kümmern ist eigenverantwortliches, selbstfürsorgliches Handeln. Was ist also ein guter Schritt hin zu mehr Bedürfniserfüllung? Mir meine Bedürfnisse zu erfüllen setzt - wie beschrieben - voraus, dass ich wahrnehme, was ich brauche und mir erlaube, etwas Konkretes zu tun, was mir diese Bedürfnisse, z.B. Ruhe, Erholung, Sattheit, Entspannung, Inspiration, Kontakt oder Aktivität erfüllt. Es geht also darum, inne zu halten, die Antennen nach innen auszufahren und zu spüren, was ich gerade brauche, um mich in mir wohl, zufrieden und sicher zu fühlen. Ein zentraler Weg der Selbstfürsorglichkeit ist es deshalb, ein inneres Sensorium zu entwickeln, um die eigenen Bedürfnisse zu erkennen. Das kann man üben!

Vielleicht fragen Sie sich jetzt: Ja, das klingt gut, aber wie erkenne ich meine Bedürfnisse denn nun genau? Und was genau hilft mir das für meine Motivation am Schreibtisch? Wunderbar, Sie wollen offensichtlich einen Schritt weiter gehen. Im Workshop „So finden Sie Ihren Zündschlüssel: Selbstmotivation als Ressource im Arbeitsalltag“ warten spannende Impulse und Erkenntnisse auf Sie, die Sie ganz praktisch für den Alltag mit mehr innerer Motivation nutzen können.

Fühlen Sie sich herzlich eingeladen.

Ihre
Kirsten Jule Lawall,
Dipl.-Psychologin, Trainerin und Coach bei Profitraining, Seminare & Coaching, Schwedeneck, www.profitraining.net

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